Die Botschaften im Alltag – man muss nur hinsehen

Ihr Lieben,
heute habe ich einmal keine Engelbotschaft für Euch, sondern möchte Euch darüber berichten, was mir heute zu denken gibt. Ich bin der Überzeugung, dass das Leben selbst uns Botschaften schickt, kleine Mitteilungen, die uns aufhorchen lassen, die unsere Aufmerksamkeit – sei es auch nur für einen Augenblick – fesseln. Was wir dann mit diesen Botschaften anfangen, ist uns selbst überlassen.

Heute ging ein junger Mann an mir vorbei, den Blick auf den Boden geheftet, ganz in schwarz gekleidet, der auf seinem T-Shirt die Aufschrift trug: „Ich bin schuld“. Seine Schuhe waren mit Klebeband umwickelt, wohl, um die Sohle zu fixieren. Dieser Anblick ging mir ins Herz. Ich fragte mich selbst: Was bewegt einen Menschen, sich so nach außen zu präsentieren? Die meisten Menschen würden das, wenn sie sich so fühlen, doch eher verstecken und nicht ganz öffentlich bekennen. Es ist also eine Verdoppelung der negativen Gefühle, die dieser junge Mensch mit der Welt teilt. Einmal fühlt er sich ja schon so, und zum anderen bekräftigt er es auch noch, indem er es durch diesen Spruch jedem unter die Augen hält. Was hat jemand mit solch einer Ausstrahlung zu erwarten? Dass man ihm sagt, dass es nicht so ist, dass er nicht schuld ist? Dass man ihn bedauert oder ihm vielleicht mit Liebe begegnet? Es gibt sicher Bereiche im Leben jedes Menschen, wo wir uns schuldig fühlen. Das ist so ein Menschen-Ding: Wir geben uns entweder selbst oder anderen die Schuld, aber irgendjemand muss auf jeden Fall verantwortlich sein – im besten Fall natürlich nicht wir. Was aber, wenn wir ganz bewusst sagen würden, ok, ich übernehme die volle Verantwortung, ja, ich war´s – ich hab das gemacht? Dann verkehrt sich doch die ganze Negativität plötzlich in eine ungeahnten Stärke. Sich hin zu stellen und diese Worte zu sagen, das ist ganz gewiss kein leichter Schritt. Wir sind es gewohnt, für Fehlverhalten bestraft oder korrigiert zu werden. Wenn man Fehler macht, müssen sie ausgebügelt werden. Deshalb vermeiden wir sie, oder wenn sie passieren, wollen wir nicht der Schuldige sein. Doch in dem Moment, indem ich ganz bewusst die Entscheidung treffe, dass ich ab sofort und auch für die zurückliegenden Ereignisse und für die zukünftigen die volle Verantwortung übernehme, beginne ich, mich innerlich aufzurichten und mich der Welt zu zeigen wie ich bin. Mit meinen vermeintlichen Fehlern, den vergangenen, gegenwärtigen und künftigen. Es macht einen großen Unterschied in meinem Gefühl, ob ich zu dem stehe, was ich tue, oder ob ich es verleugne. Ich entscheide mich in der Sekunde dafür, meine eigene Macht wieder zu übernehmen. Niemand anderes ist mehr dafür verantwortlich, wenn es mir nicht gut geht, sondern ich selbst habe es in der Hand, die Dinge zu ändern.

Dies war also meine persönliche Tagesbotschaft, die mir das Leben heute geschickt hat! Ist das nicht spannend? Wenn man nur mit offenen Augen durchs Leben geht, ganz bewusst hinsieht, bemerkt man plötzlich Botschaften, die wirklich nur für einen selbst bestimmt sind.

Was ist Dir heute schon begegnet?

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