„Einen schönen Tag noch!“

Hallo Ihr Lieben,
ich achte inzwischen sehr genau darauf, wie ich auf das reagiere, was von außen auf mich einwirkt. Mir ist aufgefallen, dass ich auf inneren Widerstand stoße, wenn mir jemand in einem Geschäft noch „einen schönen Tag“ wünscht. Ich frage mich, warum das so ist. Es ist doch eigentlich eine nette Geste, das seinem Gegenüber zu wünschen. Warum also reagiere ich dagegen mit Ablehnung?
Ich glaube, es liegt daran, dass es nicht aufrichtig ist, dass es nur eine Floskel ist, mit der man etwas vortäuschen möchte, was gar nicht ist – nämlich besonders freundlich zu sein, besonders verbindlich. Es ist in den meisten Fällen nicht ernst gemeint – und das kann ich fühlen.
Ich kann darauf wirklich verzichten. Lieber wünscht mir jemand keinen schönen Tag, aber schaut mir in die Augen und lächelt vielleicht noch. Wir begegnen täglich so vielen unterschiedlichen Menschen, mit denen wir nur Minuten verbringen, die für uns etwas tun oder für die wir etwas tun. Vielleicht gehen wir auch nur an ihnen vorbei. Aber genau in dieser kurzen Zeit verbindet uns etwas. Was gebe ich dem Menschen, dem ich begegne? Nehme ich seine Dienste, seine Anwesenheit achtlos und respektlos wahr und empfinde es als selbstverständlich? Oder trete ich auch ohne viele Worte in Kommunikation mit ihm? Erst die Beziehung zu unseren Mitmenschen bereichert doch unser Leben, gibt ihm Spannung und Tiefe. Wie oft ist es in Deinem Leben schon geschehen, dass sich aus einer zufälligen Begegnung eine Freundschaft oder Beziehung entwickelt hat, die große Bedeutung erlangt hat? Deshalb empfinde ich es als wirklich wichtig, achtsam mit allen Menschen umzugehen. Indem ich ganz in dem Augenblick bin, ganz und gar in dem, worin ich in diesem Moment bin, bin ich offen für meine Mitmenschen. Ich bin nicht mit meinen Gedanken schon beim nächsten Schritt, bei der nächsten Aufgabe, sondern meine Präsenz öffnet Möglichkeiten. Ich mag es besonders, wann immer ich etwas Schönes sehe, was mir bei anderen Menschen gefällt, ihnen das auch zu sagen. Wenn ich bei jemand anderem ein hübsches Schmuckstück sehe oder mir die Farben seiner Kleidung gefallen, wenn ich die Frisur gut finde oder einfach nur das Lächeln, wenn jemand mir durch seine besonders nette Art auffällt, dann sage ich das. Versuch das einmal – es ist für Dich selbst ein erhebendes Gefühl, wenn der andere sich wirklich wahrgenommen fühlt. Wenn er ein Kompliment erhält wird sich sein Gesicht verändern, er wird strahlen und wird sich vermutlich noch den ganzen Tag an diese Situation erinnern. Das sind so kleine Dinge, mit denen wir nicht nur unser Leben, sondern auch das der anderen bereichern.

Wenn ich anderen einen schönen Tag wünsche, dann meine ich das auch so und sage es nicht nur dahin, sondern fühle wirklich, was ich ausspreche. DAS macht für mich den Unterschied.

Ich wünsche Euch einen ganz besonders erfolgreichen, glücklichen, herzerfüllenden und wunderbaren Tag!
Eure Ashanar

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