Komm zu Dir

Ihr Lieben,
oft sind wir bei dem, was wir tun, gar nicht richtig bei der Sache. Wir essen während wir fernsehen, kochen während wir telefonieren und denken bereits an den morgigen Tag, bevor der heutige erst richtig zu Ende ist. Gleichzeitig fühlen wir uns aber gehetzt und gestresst. Wir verausgaben unsere Energie völlig, weil wir nicht bei dem sind, was wir gerade tun. Wenn wir so „nebenbei“ Dinge erledigen, glauben wir, effektiver und schneller zu sein, was aber nicht stimmt. Wir beginnen wohl mehr gleichzeitig, versäumen aber, bewusst eine Sache anzufangen und sie auch absichtsvoll zu beenden. Unser Stress entsteht dadurch, dass wir unserem Gehirn nicht genügend Zeit geben, um zu verstehen, dass etwas abgeschlossen ist. Deshalb kehren die Gedanken immer wieder zum Vergangenen zurück. Jeder von uns hat schon einmal die Erfahrung gemacht, dass eine zurückliegende Situation für uns keinen richtigen Abschluss fand, weil uns etwas unklar geblieben ist, weil Worte der Erklärung ungesagt blieben oder der Sinn sich einfach nicht offenbaren wollte. Unser Gehirn ist lösungsorientiert und versucht auch später noch, rückwirkend zu einem Ergebnis zu kommen. Uns ist dieser Vorgang nur dann bewusst, wenn uns die Gedanken an die Vergangenheit nicht loslassen. Jedoch behandeln wir jeden Tag unsere alltäglichen Aufgaben mit Nachlässigkeit in Bezug auf einen Abschluss. Wir bringen uns damit selbst um die kleinen Erfolgserlebnisse, die wir empfinden, wenn wir etwas gut zu Ende gebracht haben. Ist das Einkaufen erledigt, gegen wir sofort zur nächsten Tätigkeit über, Papiere ordnen, Müll rausbringen oder das Katzenklo säubern. Statt dessen könnten wir dazwischen einfach einmal tief durchatmen und uns selbst sagen, dass wir das jetzt schon gut erledigt haben. Durch diese kleine Pause und das ganz bewusste Atmen versteht unser Gehirn:“Aha, Mission Einkaufen erfolgreich beendet“. Wenn sich Tätigkeiten wie Perlen an einer nicht enden wollenden Schnur aufreihen, verlieren wir den Spaß und die Lust, etwas zu tun. Dennoch machen wir weiter, weil wir ja endlich fertig werden wollen, was dann dazu führt, dass sich schlechte Laune und Gereiztheit einstellt – da haben wir uns selbst wieder ein ordentliches Stress-Süppchen eingebrockt!
Ich halte es inzwischen so, dass ich das, was nicht sofort erledigt werden muss, immer erst und nur dann tue, wenn ich das Gefühl habe, dass ich auch über die nötige Energie verfüge. Wenn ich momentan keine Lust habe, lasse ich es und mache etwas anderes, was mir mehr Spaß macht. Damit geht es mir richtig gut und ich habe nicht das Gefühl, dass mir die Zeit davonrennt, weil ich ja die wichtigen Dinge immer zur rechten Zeit erledige. Und die unwichtigen dann, wenn sie dran sind.
Es ist für mein und sicher auch für Dein Wohlbefinden sehr wichtig, dass Du Dich gefordert, aber nicht überfordert fühlst – und dafür kannst auch nur Du Sorge tragen.
Deshalb – komm zu Dir, besinne Dich auf Dich selbst und Dein Tun, genau in diesem Augenblick!
Eure Ashanar

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