Schläfst Du noch – oder liebst Du schon?

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Hallo Ihr Lieben,

wann genau haben wir eigentlich aufgehört, anderen zu helfen? Wann und vor allem warum haben wir uns eingeigelt in eine dumpfe Hülle aus Nicht-Sehen, Nicht-Verstehen, Nicht-Wissen? Was ist aus uns nur geworden? Gefühllose, ich-bezogene Menschen, die einfach immer weiter schlafen und von einer besseren Welt träumen, statt sie zu schaffen?

Schau Dich mal um, wie oft gehst Du an jemandem vorbei, wo Du, wenn Du Deine Gefühle wirklich wahrnehmen würdest, wissen würdest, dass dieser Mensch Hilfe braucht?

Sie sind nicht gern gesehen und haben nur wenige Plätze, wo sie geduldet werden: Obdachlose. Sie sind so sehr Ausdruck unserer Gesellschaft und was aus uns geworden ist! Menschen, die kein Zuhause haben, die ausgegrenzt sind, die allein sind, die vielleicht krank, hungrig oder traurig sind. Geht es uns nichts an? Hat es nichts mit Dir, mit mir zu tun, wenn dort ein Mensch ist (der Du oder ich sein könnte) sitzt, dem man die Hoffnungslosigkeit von Weitem ansieht. Warum gehen wir nicht hin und fragen, ob wir helfen können? Warum richten wir unseren Blick auf etwas Anderes, nur um das Elend nicht sehen zu müssen? Ich gebe ehrlich zu, ich schäme mich für mich selbst, dass ich das tue. „Wir können ja doch nichts tun, der wollte das selbst so“ können wir uns vielleicht noch einreden, oder aber wir ignorieren einfach, was wir empfinden.

Ich glaube, es ist ein ganz reines menschliches Gefühl, mit anderen Menschen zu fühlen und ihnen helfen zu wollen. Doch irgendwann im Laufe unserer Entwicklung ging dieses Gefühl verloren in dem großen Tanz ums eigene Leben. Wir leben doch nicht nur für uns allein! Dafür, dass wir etwas werden, dass aus uns etwas wird, dafür, dass wir Dinge anhäufen, die uns nicht nur Zeit und Energie kosten, sondern auch unsere Lebensfreude! Wir leben, um zu begreifen, dass wir Menschen sind und was uns Menschen ausmacht – die Menschlichkeit, die immer dort aufhört, wo unser eigenes kleines Ego-Reich in Gefahr ist. Wer würde denn sein Letztes für einen anderen geben? Wer wäre bereit, sein Leben für einen anderen Menschen zu geben? Das ist, außer vielleicht bei Soldaten, die das Land verteidigen sollen, doch ziemlich aus der Mode gekommen. Wir geben nur, wenn wir etwas zurück erhalten.

Selbst in unseren Beziehungen verkaufen wir uns. Lohnt es sich, in diesen Menschen zu investieren, oder wird er mich doch enttäuschen?

Es gibt sie, diese Beispiele absoluter Hingabe, Mutter Theresa, Ghandi, Jesus…aber wir? Wir sind doch nur normale Menschen, wir sind zu so etwas doch nicht fähig. Oder doch?

Wir müssen ja nicht all unser Hab und Gut aufgeben und meditierend auf einem Berg sitzen, um erleuchtet zu werden, um so werden zu können, wie sie. Aber wir können ein Stück weit achtsamer werden in unserem Leben. Wir können ein bisschen mehr geben, etwas abgeben, etwas tun, statt weg zu sehen. Wir können wieder zurück zu unserer wahren menschlichen Natur finden, die nicht im Kämpfen um unsere Rechte, um unseren Besitz liegt, sondern im LIEBEN!

Wenn wir doch nur jeden Tag ein bisschen mehr lieben könnten, wäre die Welt – oder unser kleines Stückchen Welt, das wir bewohnen – ein bisschen heller, ein bisschen schöner! Wir könnten einfach das lieben, was wir sind. Wir könnten lieben, was wir gerade tun. Wir könnten diejenigen lieben, die ihr Leben mit uns teilen (und wenn Du es schon tust, dann versuch es einfach noch ein bisschen MEHR). Wir könnten auch beginnen, andere Menschen zu lieben, die wir gar nicht kennen. Vielleicht ginge es ja, statt unsere Liebe auf jemanden oder etwas auszurichten, einfach nur zu LIEBEN – ohne Objekt – einfach so.

„Und was habe ich davon?“ höre ich Dich fragen. Nun, Liebe ist doch das schönste aller Gefühle in dieser Welt. Wenn Du einfach so lieben könntest, was gerade ist, würdest Du Dich doch einfach nur wundervoll, erfüllt, großartig und vollkommen eins mit allem fühlen, nicht wahr?

Dann würde Dir auch der Obdachlose, an dem Du sonst achtlos vorbeigehst nicht mehr egal sein, sondern Du würdest ihm Deine Liebe schenken, oder auch ein bisschen Geld, oder ein Lächeln, was immer Du bereit wärest, zu geben.

Und ich glaube, das würde einen Unterschied machen, in Deinem und in seinem Leben.

Wir können immer etwas tun, verlassen wir unseren sicheren Kokon aus Dumpfheit, Abstumpfung und Nicht-Fühlen-Wollen und stürzen wir uns ins Leben! Riskieren wir Kopf und Kragen für andere, für die Liebe, für etwas, für das wir wirklich brennen.

Sei das Licht, das Du bist, und Deine Welt wird hell!

Deine Ashanar

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