Spirituelles Muskeltraining vs. die Macht des Egos

Guten Morgen Ihr Lieben,

es war ein paar Tage ruhig auf meinem Blog, denn einiges an Gedankenarbeit stand an. Vielleicht geht es Euch im Moment auch so, dass Ihr das Gefühl habt, dass Ihr endlich vorankommen wollt, Ihr auch die Energie und die Ideen dafür habt, aber trotzdem bremst Euch die Realität aus?

Es ist so, als wenn man versucht, eine weitere Stufe zu erklimmen und der Widerstand ist umso größer, je höher man klettert. So ist zumindest mein Empfinden.

Woher kommt dieser Widerstand und was genau ist er?

Ich habe in der letzten Zeit Dinge getan, die ich zuvor noch nie getan habe. Veränderung und Bewegung widerstreben dem natürlichen Bedürfnis des Menschen nach Sicherheit und Schutz. Der Widerstand, der sich mir entgegenstellt ist also nicht etwas, das von außen kommt, sondern viel mehr innerer Natur. Gegen die äußeren Widersacher kann man sich zur Wehr setzen. Die Zweifler, die Menschen, die einem auszureden versuchen, was man vorhat, kann man auf Distanz halten. Jedoch das Ego, das sich mit vielen gedanklichen Argumenten positioniert ist ja ein Teil von mir und deshalb viel schwieriger zu packen.

Mein Ego hat die Aufgabe, mich zur Vernunft zu bringen und mich auf Kurs zu halten, damit ich nicht völlig verrückte Sachen mache, die mich meine Gesundheit oder mein Leben kosten können. Es hat die Arbeit eines Beschützers übernommen. Dabei geht der Wunsch, mich vor Gefahren zu behüten aber manchmal so weit, dass es mir nicht mehr erlaubt, etwas Neues, etwas Unbekanntes auszuprobieren. Dann brauche ich einen sehr starken Willen und eine sehr gute Motivation, um mich gegen diesen Schutzmechanismus durchzusetzen. Wenn dann die von außen kommenden destruktiven Meinungen und Kommentare in der Überzahl sind, kann es leicht passieren, dass wir eben nichts ausprobieren, bleiben, wer und wo wir sind.

Ich habe gerade in den letzten Tage einige Berichte von Menschen gesehen, die wirklich außergewöhnliche Fähigkeiten haben – und gerade sie sind aber den Weg der Sicherheit gegangen, haben einen „ordentlichen“ Beruf erlernt, um sicherzugehen, dass, wenn alles andere nicht klappt, sie trotzdem noch eine gute Basis haben.

Mit Netz und doppeltem Boden gehen wir also in unser Leben hinein, hören auf Lehrer, Eltern, Berufsberater, wenn es darum geht, uns dafür zu entscheiden, welche Richtung wir einschlagen. Natürlich ist es jederzeit möglich, diese Richtung zu ändern – die Kraft und den Energieaufwand, den dies allerdings kostet und die viele Zeit, die dafür aufgewandt werden muss, um einen anderen Weg einzuschlagen sind Faktoren, die nicht außer Acht gelassen werden sollten.

Ich glaube schon, dass es gut und richtig ist, auf Menschen mit Erfahrung zu hören, aber ich glaube auch, dass es falsch ist, jemanden nur der Sicherheit willen in eine Richtung zu schieben, in der das Einkommen gesichert ist. Das Resultat zeigt sich doch inzwischen sehr deutlich:

Viele Menschen sind mit ihrer Arbeit unglücklich, weil sie dort nicht ihre Talente und Fähigkeiten einsetzen können!

Es ist wirklich an der Zeit, dass wir wieder entdecken, wie wertvoll die Gaben sind, die jeder Mensch mit auf die Erde bringt!

Ich habe für mich beschlossen, meinem inneren Kritiker, den Teil meines Egos, der mich zurückhalten will, meine Fähigkeiten und Talente weiter auszubauen und zu leben, nicht mehr den Raum zu geben, den er bisher eingenommen hat. Das bedeutet nicht, dass ich nun alles über Bord werfen werde, was bisher in meinem Leben ist oder dass ich ablehne, wie sich meine Wege bis hierher entwickelt haben. Nein, ich nehme das alles in Liebe an. Ich bin dankbar für die Führung und Fügungen, die mir zuteil wurden.

Dennoch werde ich jede weitere Barriere, die ich innerlich spüre und die mich bremst, die mich aufhält, als das sehen, was sie ist: Spirituelles Training!

Es ist eigentlich ein lustiges  Bild, mir vorzustellen, wie ich meine spirituellen Muskeln trainiere, aber nichts anderes ist das. Wie will ich Hürden nehmen, wenn ich nicht stark genug bin, sie zu erklimmen? Wie will ich eine weite Strecke zurücklegen, wenn meine Ausdauer nicht ausreichend ist?

Mein Ego hilft mir dabei, zu erkennen, wo ich noch nicht stark genug bin, wo ich noch selbst unsicher bin, ob ich es schaffen kann. Kein Sportler, um bei diesem Bild zu bleiben, geht in einen Wettkampf, ohne sich bereits seinen Sieg vorgestellt zu haben. Ich kann nur das schaffen, was ich mir auch vorstellen kann!

Deshalb nehmen wir unser Ego, den inneren Kritiker oder wie auch immer Du diesen Teil in Dir nennen willst, der Dich davon abhält, aus Deiner Komfortzone herauszutreten, an der Hand, hören, was er uns zu sagen hat, aber lassen ihn nicht die Führung übernehmen. Er braucht den Platz eines Ratgebers an der Seite des wahren Anführers.

Dieser Anführer ist mein Herz!

Ich folge meinen tiefsten Wünschen und Sehnsüchten, ich vertraue darauf, dass meine höhere Macht mich dorthin leitet, wo ich mich wirklich entfalten kann, wo ich nicht nur lebendiger bin, nicht nur freier, sondern auch einfach glücklich!

Ein Mensch, der seine wahre Aufgabe im Leben entdeckt hat, wird es fühlen können, indem er darauf achtet, wie sein Herz reagiert. Er ist vollkommen in Frieden und Harmonie, fühlt sich zeitlos und voller Energie an.

Deshalb schreibe ich diesen Blog, deshalb male ich meine Bilder, deshalb verschicke ich Engelbriefe und rede mit Menschen, die Schwierigkeiten haben – weil es einfach meine Herzensaufgabe ist. Weil ich es liebe, das zu tun, weil mich auch mein innerer Kritiker nicht davon abhalten wird, genau DAS zu tun, wonach es meinem Herzen verlangt.

Lasst uns gemeinsam ein Feuer der Leidenschaft für unsere Herzensarbeit entfachen, das sich ausbreitet wie ein Leuchtfeuer, von Herz zu Herz, von Seele zu Seele und von Mensch zu Mensch!

Was ist Deine Herzensarbeit, Deine Lebensaufgabe, Dein tiefster Wunsch? Schreib mir doch, was Du tust, was Du liebst und wofür Du brennst! Poste Deine Webseite, zeig, was Du kannst!

Alles (ist) Liebe

Eure Ashanar

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Ein Kommentar zu “Spirituelles Muskeltraining vs. die Macht des Egos

  1. Schöner Artikel. Finde ich sehr gelungen 🙂
    Genau dieses Thema beschäftigt mich in den letzten Monaten sehr stark. Das war auch der Grund warum ich auf meinem Blog angefangen habe zu schreiben. Die Erfahrung, dass man auf sein Herz hören sollte und nicht immer auf den Verstand hat mich die letzten Monate sehr geprägt und ich habe gemerkt, dass es viel zu viele Leute gibt, die leider nicht auf ihr Herz oder ihren Bauch hören sondern sich vom Verstand lenken lassen, von äußeren Einflüssen, da dies meist der einfachere Weg ist. Obwohl sie genau wissen, dass ihr Herz für etwas anderes schlägt. Ich möchte auf meinem Blog anderen helfen, mehr auf ihre Gefühle zu achten. Achtsamer im Alltag zu werden und eben nicht ihren Verstand zum Herr der Entscheidungen werden zu lassen.

    Das ist meine Leidenschaft zu schreiben und anderen zu helfen. Dafür brennt mein Herz und genau deswegen gibt es den lovelyplanetblog

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag

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