Du bist genau wie Deine Mutter!

Hallo Ihr Lieben,
heute beschäftigt mich unsere Abstammung und das, was wir an genetischem Erbe mitbekommen haben.

Wir sind uns dessen nicht bewusst, aber wir haben oft sehr viel mehr Eigenschaften und Charakterzüge an uns, die wir von unseren Blutsverwandten wie Eltern oder Grosseltern erhalten haben, als wir glauben.

Wir kommen gar nicht als ein unbeschriebenes Blatt zur Welt, sondern haben bereits unglaublich viele Anlagen in unseren Genen, die sich, je älter wir werden, desto ausgeprägter entwickeln.

Wir wissen oft gar nicht, dass unsere Handlungen eins zu eins die Verhaltensmuster wiederspiegeln, die auch unsere Eltern im gleichen Alter an den Tag legten. Natürlich sind sie nun reifer und weiser geworden und raten uns ab, die Fehler, die sie selbst gemacht haben, ebenfalls zu begehen. Sie wollen uns schützen und uns von schlechten Erfahrungen fern halten.

Doch weil wir eben so viel „Material“ in uns tragen, das uns genau die gleichen Dinge tun lässt, ja, sogar die gleichen Gedanken denken lässt, sind wir wirklich in vielen Dingen genau wie unsere Eltern.

Wir glauben, wir wären frei und können jederzeit entscheiden, wie sich unser Leben entwickelt, doch wir haben dabei nicht begriffen, dass vieles, was uns begegnet, auch bereits unseren Eltern begegnet ist. Denn so, wie sie sich gefühlt haben, fühlen auch wir uns. So, wie sie entschieden haben, entscheiden auch wir uns.

Schaut Euch einmal um, denkt einmal an die Familien, die Ihr kennt. Wie viele davon haben eine Familiengeschichte, die sich stets zu wiederholen scheint?
In einer Familie, in der der Vater Alkoholiker ist, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es auch der Sohn wird. Auch Scheidungen wiederholen sich, genauso wie Ehebruch und andere dunkle Familiengeheimnisse wie untergeschobene Kukuckskinder oder dass ein Elternteil die Familie einfach verlässt.

All das sind Familienmuster, die sich so lange wiederholen müssen, bis in einer Generation jemand eine andere Entscheidung trifft, sich gegen das eigentlich vorgezeichnete Verhalten entscheidet und damit die Kette unterbricht.

So, wie Menschen Ihr Verhalten stets wiederholen, bis nach langer Zeit ein Umdenken stattfindet, so geschieht dies auch im Familienverbund.

Wir glauben gar nicht, wie sehr wir nicht nur anerzogene und erlernte Verhaltensweisen übernehmen, sondern wie sehr uns auch diese tiefe Familienmuster beeinflussen!

Wir sind im Grunde genommen gar nicht frei, wir können gar nicht wirklich tun, was wir wollen, denn diese Prägungen „zwingen“ uns quasi dazu, genau das zu wiederholen, was auch unsere Eltern bereits getan haben.

Sehr oft kann man beobachten, dass in Familien der Sohn genau wie der Vater Arzt, Sportler, Sänger oder Schauspieler wird. Die Tochter wird wie ihre Mutter selbst Mutter, sie wird Krankenschwester oder Kindergärtnerin, Anwältin oder Bäckereifachverkäuferin wie ihre Mutter.

Ich habe bei mir selbst schon festgestellt, dass ich unglaublich viele Verhaltensweisen meiner Mutter ganz genauso mache, die ich als Jugendliche total abgelehnt habe! Ich mache am gleichen Tag das Haus sauber, ich habe meine Küche identisch eingeräumt wie ihre, ja, ich hänge die gewaschene Kleidung genauso auf wie sie und ich spreche sogar wie sie, wenn ich mit meinen Kindern rede!

Das klingt nicht nach viel bewusst gesteuertem, aktivem Entscheiden darüber, wie ich bin und wer ich sein will.

Und doch: Es liegt an uns, was wir mit diesen Anlagen, ob nun genetisch bedingt oder anerzogen, machen!

Wir können sie weiter entwickeln, wir können sie ändern (nicht leicht) oder wir machen einfach alles genauso, wenn es uns nicht bewusst ist, wie unsere Eltern oder Großeltern.

Dieses Erbe, das wir mitbekommen haben, ist sozusagen die Schablone, in der sich unser Leben entfaltet. Diese Eigenschaften sind es, die wir einsetzen können auf unserem Weg zu uns selbst. Wenn wir mit einem ausgeprägten Dominanz-Gen ausgestattet sind, können wir es entweder dafür verwenden, um unsere eigene Familie zu unterdrücken oder wir können es einsetzen, um uns zu einer großartigen Führungskraft zu entwickeln, die ein Team richtig anleiten kann und es erfolgreich macht.

Es ist unsere Entscheidung, ob wir unsere vermeintlichen Schwächen in positivem oder negativem Sinne einsetzen wollen, ebenso unsere Stärken. Sie können zu Schwächen werden, wenn sie falsch genutzt werden oder uns weiter bringen, wenn sie mit Bedacht und gezielt eingesetzt werden.

Es ist auch unsere Aufgabe, unsere Familiengeschichte anzuschauen und uns bewusst zu entscheiden, welchen Weg wir einschlagen wollen. Wir können den Unterschied machen, wir können auch für die nachfolgenden Generationen etwas zum Positiven bewirken, wenn wir statt dem vertrauten Muster zu folgen, etwas Neues beginnen.

Sicher ist das nicht einfach, doch es wird dann leichter, wenn uns zuerst einmal klar wird, mit welchen Eigenschaften wir ausgestattet worden sind.

Immer dann, wenn jemand zu uns sagt: „Du bist ja wie Deine Mutter/Dein Vater!“ sollten wir sehr hellhörig werden. Genau hier wiederholt sich die Geschichte nämlich.

Mit dem Hintergrund dieses Wissens wird es möglich, eine eigene Entscheidung zu treffen. Möchte ich das wirklich genauso machen oder stört mich dieses Verhalten so sehr, dass ich es ändern will?

Wir haben es selbst in der Hand, ob wir einfach nur eine bereits vorhandene Geschichte erneut wiederholen oder ob wir mit unserem Leben tatsächlich eine neue Geschichte erzählen wollen.

Alles (ist) Liebe
Eure Ashanar

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