Zeit für die eigene Jahresbilanz

Ihr Lieben,
die Zeit zwischen den Jahren ist sehr gut dafür geeignet, eine Bestandsaufnahme zu machen.
So wie Firmen ihre Jahresabschlüsse und Inventur durchführen, so sollten auch wir einmal innehalten und notieren, was wir neu hinzubekommen haben im letzten Jahr, was gut und was hilfreich war, aber ebenso, was eigentlich nicht mehr gebraucht und überflüssig ist. Oft häufen wir Dinge an, die wir glauben, wieder zu brauchen, doch sie sind uns eigentlich nur im Weg und bilden manchmal sogar Ballast, der uns daran hindert, mit Leichtigkeit neue Entscheidungen zu treffen.Solange wir noch das Gefühl haben, etwas zu „müssen“ statt es aus dem Herzen zu wollen, läuft etwas in unserem Leben noch nicht rund.
Schauen wir uns jetzt einmal an, was es ist, das immer noch Sand im Getriebe unseres Lebens ist. Betrachten wir aber auch das Schöne, das, was uns erfüllt und Freude bereitet. Ziehen wir Bilanz, listen wir alles auf, was wir an Qualitäten besitzen, aber auch an Sorgen, Ängsten und Schwächen.
Sie sind es, die im kommenden Jahr unserer besonderen Aufmerksamkeit und Fürsorge bedürfen. Hier liegen unsere grössten Chancen zur Veränderung. Sogenannte negative Dinge sind in Wahrheit ja immer grosse Gelegenheiten für unser Wachstum. Dort, wo wir uns bereits stark und gut fühlen, wachsen wir von allein. Doch dort, wo etwas uns klein hält, uns niederdrückt und uns eine Stimme sagt, dass wir das nicht können, genau dorthin darf im neuen Jahr unsere Liebe fliessen.
Das sind unsere Herausforderungen, denen wir uns stellen dürfen, die uns über uns hinaus wachsen lassen.
Es geht nicht darum, uns zu perfektionieren oder immer höher hinaus zu wollen, immer besser zu werden. Nein, es geht darum, immer mehr in die Liebe zu kommen und in ihr zu bleiben.
Überall, wo sich in unserem Leben noch Ärger, Neid, Frustration, Stress, Traurigkeit und Sorgen zeigen, kann keine Liebe gedeihen, denn all diese Gefühle sind die andere Seite der Liebe und gleichzeitig ein Ruf nach ihr.

Wie also schaffen wir es, mehr in die Liebe zu kommen und in ihr zu bleiben?

Indem wir zunächst herausfinden, wo unsere größten Ängste, unsere schlimmsten Befürchtungen und unsere Abgründe liegen, die wir uns gar nicht ansehen oder uns bewusst machen wollen. In dieser Zeit vor dem Jahreswechsel dürfen wir einen Blick in unseren Schatten werfen. Es kostet Mut und Überwindung, sich diese Seite von uns anzuschauen, doch es lohnt sich. Wir gehen dabei mit uns selbst wie mit einem Kind um, das sich vor der Dunkelheit fürchtet. Wir werden dieses Kind in uns ja auch nicht in einen dunklen Keller schubsen und die Tür verschliessen, sondern wir nehmen es an die Hand und erhellen mit einer Lampe den dunklen Raum, vor dem es sich fürchtet.
Genau so machen wir es mit unseren Gefühlen, wir nehmen sie heraus aus dem Schatten und betrachten sie im Tageslicht, wo sie ihre Schrecken verlieren.

Zum Beispiel die Angst, etwas nicht zu können, kann, wenn sie genau angeschaut wird, zutage bringen, dass uns oft nichts zugetraut wurde, deshalb trauen wir uns jetzt selbst nur wenig zu. Doch daran können wir arbeiten. Wir müssen die Dinge nicht so hinnehmen, wie sie schon immer waren und glauben, dass sie auch immer so bleiben werden. Nein, wir selbst entscheiden, ob dieses Gefühl noch hilfreich ist oder ob es uns eher behindert, wenn wir etwas anderes im Leben gestalten wollen.

Auch dann gehen wir sorgsam, vorsichtig und behutsam mit uns selbst um und gehen kleine Schritte, stellen uns unseren Ängsten, übertreten die Grenzen, die wir uns selbst gesetzt haben – und schauen, was geschieht. Meistens nämlich gar nicht das Befürchtete, sondern wir erleben, dass wir unseren Horizont erweitern, unseren Radius vergrössern.

Lasst uns also versuchen, uns statt guter Vorsätze für das neue Jahr zum Ziel zu setzen, mehr zu lieben. Uns selbst, unsere Familien, unsere Freunde, unsere Arbeit, unser Zuhause, unser So-Sein, unsere Körper, unser Leben.
Je mehr Liebe wir fühlen und leben, desto glücklicher und freier sind wir, desto weniger andere Gefühle haben Raum in uns und desto mehr Heilung und Vervollkommnung kann auf allen Ebenen stattfinden.

Eure Ashanar

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Ein Kommentar zu “Zeit für die eigene Jahresbilanz

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