Vom Umgang mit schwierigen Situationen

Hallo Ihr Lieben,

heute möchte ich mich einem Thema widmen, von dem ich glaube, dass es jeden ständig betrifft. Niemand geht durchs Leben und alles läuft immer rund. Nein, wir werden ständig gefordert und erleben Stress aufgrund von Situationen, die plötzlich über uns hereinbrechen und unser Handeln erfordern.

Wir erleben Streit, Unverständnis und Misstrauen uns gegenüber oder es geht noch einen Schritt weiter und die Konsequenzen treffen uns mit aller Macht und wir werden zum verlassenen, enttäuschten Partner, zum Mitarbeiter, der im Sozialplan keinen Platz gefunden hat oder zum Familienmitglied, das ausgegrenzt wird…die Situationen, in die wir geraten können, lauern überall. 

Meistens fühlen wir uns sehr macht- und hilflos und verstehen die Welt nicht mehr. Einen Tag vorher war alles noch in Ordnung und nun auf einmal bricht das Chaos aus und kein Stein unseres Lebensgebäudes steht mehr auf dem anderen.

Gibt es etwas, das wir tun können, das uns schnelle Hilfe verspricht? Etwas, das uns das Gefühl nimmt, ausgeliefert zu sein?

Als Erstes können wir das, was geschieht ja nicht verhindern oder ungeschehen machen. Es hilft also nichts, es abzulehnen, zu verdrängen oder herunterzuspielen. Es ist also gut, wenn wir das, was ist, annehmen. Ja, ich weiss, es ist leichter gesagt als getan. Wenn es uns nicht gleich gelingt, können wir versuchen, uns der Akzetanz jeden neuen Tag ein Stück weit anzunähern. Wir können uns klar machen, dass es jetzt so ist, wie es ist. Und, dass wir wissen, dass es für etwas gut ist, auch wenn wir es noch nicht verstehen.

Doch wir sind abgesehen davon nicht zur Untätigkeit verdammt, auch wenn die Situation ist, wie sie ist. Es liegt vielmehr an uns selbst, das in unseren Möglichkeiten stehende zu tun. Wir können ein klärendes Gespräch suchen, unsere Ansicht offen aussprechen, auch wenn es nichts an den Fakten ändert. Es ist wichtig, dass wir unsere Wahrheit äussern, auch wenn wir nicht erwarten können, dass alle anderen das genauso sehen oder uns verstehen. Es geht hierbei auch gar nicht um Rechthaberei, sondern darum, dass es uns gut tut und uns hilft, einen Abschluss zu finden.

Wenn der Partner uns verlassen hat, können wir unsere verletzten Gefühle, unser zerstörtes Vertrauen und unsere Traurigkeit mitteilen. Wenn wir vom Chef vor die Tür gesetzt wurden, können wir ihm noch einmal alles sagen, was uns auf dem Herzen liegt. Das gleiche gilt für Familienzwistigkeiten, um bei diesen Beispielen zu bleiben.

Wenn ein klärendes Gespräch nicht möglich ist, dann tut es gut, es uns von der Seele zu schreiben. Indem wir das aufschreiben, was uns belastet, nehmen wir den Gedanken auf und formen ihn in Worte, die unseren Körper durch das Niederschreiben verlassen. Das ist eine sehr effektive Methode, um Gedankenspiralen zu unterbrechen, die uns sonst den Schlaf rauben und unsere Energie und Kraft binden, die wir brauchen, um fortwärts zu schauen und unser Leben zu leben.

Nicht immer gibt es eine Lösung. Manchmal ist das auch die Lösung, dass wir eben kein Patentrezept finden können, das die Schwierigkeiten in Luft auflösen könnte. Manchmal liegt die Lösung einzig und allein in der Akzeptanz. Manchmal bleibt ein Problem so lange bestehen, bis auch wir selbst so weit sind, dass es sich löst. Oft liegt es nämlich an uns selbst, dass wir im Problemdenken verhaftet sind, statt die Lösung einfach geschehen zu lassen, zuzulassen.

Sehr wichtig ist dabei auch unser Denken. Unser Gehirn ist darauf programmiert, einen Fehler aufzuspüren und ihn zu lösen. Gelingt das nicht, stehen wir unter körperlichem Stress und unsere Gedanken kreisen unaufhörlich um dieses eine Thema. Damit ist nichts gewonnen. Manche Dinge können wir nicht verändern, weil sie nicht in unserer Hand liegen. Das zu akzeptieren ist dann der einzig mögliche Ausweg aus diesem gedanklichen Irrgarten.

Wenn wir soweit sind, diesen Weg wirklich zu gehen, uns aufzumachen, etwas zu akzeptieren, was wir akzeptieren müssen, weil es die einzige Option ist, dann haben wir etwas geschafft: WIR haben uns bewegt. Wir sind vorwärts gegangen. Wir verharren nicht im Dunstkreis des Problems, das uns wie ein Nebel einhüllt und unseren Blick vor neuen Möglichkeiten verschliesst.

Wenn wir uns klarmachen (immer wieder, Tag für Tag), dass auch diese Situation, so schwer und schlimm sie nun auch sein mag, ein Geschenk, eine Gabe in sich birgt, die wir noch nicht sehen können, dann wird es leichter für uns.

Wir können uns dafür entscheiden, dieses Geschenk zu suchen und zu finden. Wir können damit das Negative, das uns geschieht, in etwas Positives umwandeln. Statt das Gefühl zu haben, dass wir nicht liebenswert sind, können wir entdecken, dass wir um Beispiel unsere eigenen Erfahrungen nutzen können, um andere Menschen in einer ähnlichen Situation zu unterstützen. Oder wir finden heraus, dass der Job, von dem wir glaubten, dass unser Leben davon abhängt, und den wir nun verloren haben, nur deshalb nicht mehr der richtige Platz für uns war, weil wir innerlich längst etwas Neues, Anderes machen wollten. Oder die Streitigkeiten in der Familie geben uns den Anstoss, über unser eigenes Verhalten und unseren Beitrag dazu nachzudenken und  daraufhin an uns selbst zu arbeiten. Es gibt so viele Möglichkeiten, eine schlechte Erfahrung dazu zu nutzen, etwas Wunderbares daraus entstehen zu lassen, uns weiter zu entwickeln und zu erkennen, dass jede einzelne schwierige Situation für uns existiert, um etwas daraus zu gewinnen.

Das ist in der Tat die Lösung für alle solchen Situationen. Es hängt von unserer Einstellung ab, ob sie für uns etwas verändern, in uns etwas bewegen und bewirken. 

Alles (ist) Liebe

Eure Ashanar

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