Karma – heute schon bezahlt?



Hallo Ihr Lieben,

letztens musste ich laut lachen, weil mir eine Freundin erzählt hat, dass es Karma seit, ich glaube 2012, nicht mehr gibt.

Karma, also der Ausgleich zwischen unseren Taten und dem was wir daraufhin als Antwort erhalten, das aus den östlichen Religionen von der westlichen Welt vor allem in der Eso-Ecke übernommen wurde.

Oder um genauer zu sein (laut Wikipedia): 



Eine Welt, in der jedes Handeln ohne Folgen bliebe? Kaum vorstellbar, oder? Wie kann denn das Karma abgeschafft sein, wenn wir sein Wirken in unserem Leben inzwischen noch unmittelbarer empfinden?  Vielleicht wurde nur die Zeitspanne gestrafft, sozusagen ein Lifting für die Dauer, in der das Karma zurückschlägt.

Es ist ein Naturgesetz, das sagt, dass das, was wir aussenden, zu uns zurückkehrt. Wenn dann Dinge, die wir im jetzigen Leben einem anderen antun, nicht erst im übernächsten Leben „vergolten“ werden, sondern wir tatsächlich eine Verbindung zwischen beiden Geschehnissen erkennen können, könnte es möglich sein, dass wir jetzt sofort etwas daraus lernen und nicht erst in 300 Jahren.

Eigentlich eine recht praktische Einrichtung, wie ich finde. Wenn mir klar ist, dass ich etwas falsch gemacht habe, kann ich es ändern. 

Wir brauchen diese Form des Lernens, um etwas tatsächlich zu begreifen, am eigenen Leib zu spüren, mit allen Fasern unseres Körpers in uns aufzunehmen. Es muss die eigene Erfahrung sein, nicht die eines anderen, die uns nur erzählt wird. Wir selbst müssen hindurch gehen, um in der Lage zu sein, andere Entscheidungen zu treffen.

Was geschieht also mit all den Menschen, die sehr viel auf ihr karmisches Konto laden? Natürlich erhalten sie nicht umgehend die Rechnung in Form von „Heimzahlungen“, sondern das Karma äussert sich auf subtile Weise.

Ein Mensch, der einem anderen etwas wegnimmt, das ihm nicht gehört, wird vielleicht feststellen, dass der Fluss in seinem Leben ebenfalls gehemmt wird. Jemand, der voller Groll und Hass ist, wird keine Liebe emfangen können. Menschen, die für andere da sind, erhalten in unerwarteten Momenten aus ganz anderer Quelle Unterstützung, wenn sie sie selbst brauchen. Geben wir etwas Gutes, kommt immer etwas Gutes zu uns zurück, handeln wir hingegen zu Ungunsten eines anderen, wird auch uns an anderer Stelle etwas genommen werden.

Manche Menschen tun sich schwer damit, das zu glauben. Für sie ist die Welt einfach nur ein ungerechter Ort, an dem die, die viel haben, noch mehr bekommen und die Armen immer noch ärmer werden. Oder einflussreiche Menschen werden für ihre Vergehen kaum einer Strafe unterzogen – es scheint, als würde mit zweierlei Mass gemessen. 

Doch selbst, wenn etwas unentdeckt bleibt, im Bewusstsein desjenigen, der sich etwas zuschulden kommen hat lassen, ist dies sehr wohl in Arbeit. Es arbeitet wie eine unermüdliche Maschine, die immer wieder Schuldgefühle hervorruft, die dieser Mensch dann zu unterdrücken versucht. Dadurch ändert sich seine Ausstrahlung, seine Gedanken, sein Handeln, da er ja immer darauf bedacht ist, etwas zu vertuschen. Auf diese Weise beginnen die Zahnrädchen des Karma zu laufen. 

Stellt Euch das einmal bildlich vor. Was wird geschehen, wenn ein Mensch mit anderen Menschen durch lauter Zahnrädchen verbunden ist? Das, was er versucht, zu verdecken, wird er dennoch an andere weitertragen und irgendwann wird dies wieder zu ihm zurückkehren, dann womöglich noch mit dem Ballast anderer Menschen, die er selbst belastet hat.

Hast Du heute schon etwas für Dein Karma-Konto getan?

Das bedeutet nicht, dass wir nun alle zu guten Menschen mutieren müssen, uns allen unseren geliebten Lastern entledigen müssten oder uns schlecht fühlen, weil wir ab und zu kleine Notlügen benutzen, weil wir nicht immer das tun, was wir sagen, weil wir über andere schimpfen oder sie uns eigentlich egal sind. 

Aber es bedeutet, etwas, das wir begriffen haben, etwas, das uns klar geworden ist, zu ändern. Es bedeutet, mehr Rücksicht auf den Partner zu nehmen, wenn wir bisher nur an uns selbst gedacht haben. Es bedeutet, die Eltern häufiger zu besuchen, wenn wir sie bisher vernachlässigt haben und deshalb ein schlechtes Gewissen haben. Es bedeutet, mit Kunden freundlicher zu sprechen, wenn wir wissen, dass wir damit etwas zum Positiven verändern können. 

Wir können ja nur etwas verändern, das uns auch bewusst ist. Wir können das, was in unserer Macht steht, zum Besseren ändern. Wenn wir hingegen etwas wider besseren Wissens nicht tun, einfach aus Bequemlichkeit, dann belasten wir unser Karmakonto mit weiteren Minuspunkten, die wir auch ausgleichen müssen.

Deshalb ist es besser, jeden Tag eine klitzekleine Kleinigkeit positiv zu ändern, als wenn wir dann einen dicken Batzen an Hausaufgaben erhalten, die uns wie ein unüberwindbarer Berg erscheinen.

Gemäss dem Motto: Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es, ist es besser, gleich damit anzufangen.

Es ist wie mit der Steuererklärung (hihi, böses Beispiel, ich weiss): Sie wird nicht besser, je länger wir damit warten. Sammeln wir hingegen schon das ganze Jahr über unsere Belege, ordnen und heften sie ab, dann ist die Erklärung eigentlich nur noch ein Klacks. Genauso verhält es sich mit unserem Karma.

Wann immer Ihr etwas Unerwartetes, Wunderbares erfahrt oder erlebt, dann zeigt es Euch, dass Ihr etwas Guthaben auf dem Karma-Konto angesammelt habt und es vielleicht schon Vorschusszinsen gibt.

Eure Ashanar

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