Finde Deine Glücks-Inseln

  

Hallo Ihr Lieben,

heute ist Freitag und damit für die Meisten von Euch Wochenende. Wir freuen uns immer auf das Wochenende, weil wir dann, wenn wir Glück haben, zwei Tage frei haben. Wir müssen nicht morgens um 6 oder 7 Uhr aufstehen, um zu unserer Arbeitsstelle zu fahren. Wir können den Tag so gestalten wie wir wollen.

Ist das wirklich so?

Wie viel Zeit bleibt uns tatsächlich dafür, um etwas zu tun, das uns so richtig Spaß macht und bei dem wir wirklich das Gefühl haben, lebendig zu sein?

Meistens haben wir doch auch am Wochenende ein Pensum zu bewältigen, das wir uns selbst auferlegt haben. Einkäufe wollen erledigt werden, die Wohnung in Ordnung gebracht, der Garten gepflegt, Fenster geputzt, Wäsche gewaschen und gebügelt, Verwandte und Freunde besucht werden. Wir sind also auch und gerade an den Wochenenden gar nicht so frei, wie wir uns das gerne einreden wollen. Wir tun doch auch jetzt sehr häufig immer das Gleiche, weil es erledigt werden muss.

Wir können uns ja nicht nicht kümmern, alles liegen lassen, statt dessen…ja, was eigentlich?

Was wäre es denn, das wir gerne tun würden, wenn wir all das, was wir glauben, tun zu müssen, nicht täten? Würden wir dann vielleicht einfach nichts tun? Würden wir Tagträumen oder Lesen, Musik hören oder irgendwo hinfahren?

Wir können nur sehr schlecht aus dieser Routine, die unser Leben bestimmt ausbrechen. Aber vielleicht können wir sie einmal hinterfragen? Ist es wirklich nötig, alles auf einmal erledigen zu wollen und dann auch am Freitag und Samstag abends nur noch müde und erschöpft vor das betäubende Flimmerlicht des Fernsehers nieder zu sinken?

Es liegt doch an uns selbst, ob wir nicht neben den Pflichten, die uns ja sowieso nicht davonlaufen, auch kleine Oasen der Freude einbauen.

Wir könnten sie auch Glücks-Inseln nennen. Etwas, das wirklich Freude macht, etwas, das uns entspannt und bei dem wir ein gutes Gefühl haben. Oder wir könnten das Notwendige mit dem Angenehmen verbinden, zum Beispiel während dem Saubermachen unsere Lieblingsmusik zu hören oder während dem Bügeln zu singen. Oder statt fern zu sehen lieber mit unserer Familie etwas zu spielen, miteinander zu reden oder Pläne zu schmieden. Wir könnten ein schönes neues Ritual erfinden, das das Wochenende nicht nur zu einer weiteren Reihe von Aktivitäten macht, die wir als unangenehm empfinden. Vielleicht könnten wir einfach etwas weglassen, das uns sowieso keinen Spaß macht – statt Rasenmähen lieber eine Wildblumenwiese säen und sich an den Blüten und den Schmetterlinen freuen.

Eine Sache gefällt mir zum Beispiel im Büro sehr gut und macht dadurch den langen Donnerstag immer zu etwas Besonderem. Jede Woche bringt Donnerstags immer abwechselnd jemand anderes einen Kuchen für alle mit. Das ist so eine schöne Idee, denn dadurch empfindet man den Donnerstag nicht mehr als so lange und freut sich schon den ganzen Tag auf den selbstgebackenen Kuchen.

Wer hindert uns daran, uns eine Wellness-Stunde zuhause zu gönnen? Wir können das Handy ausschalten, das Telefon so weit weg legen, dass wir es nicht mehr hören und dann eine Stunde genüsslich baden, eine Maske auflegen, uns die Fingernägel lackieren (oder für die Männer: mal eine andere Rasur ausprobieren, den Typ verändern).

Und all das ist nicht nur auf das Wochenende beschränkt. Ich finde, das Leben sollte nicht nur aus Mühe, Anstrengung und ständiger Hetze bestehen, sondern braucht genauso Zeiten des Erholens, der Liebe zu uns selbst und der Freude. Die ideale Kombination ist es, wenn wir unsere Arbeit so gerne mögen, dass wir sie mit Freude erledigen, dass wir dennoch Zeit für uns selbst finden, uns selbst ausdrücken, wertschätzen und uns selbst mit anderen teilen können.

Alles kann zum Genuss werden, wenn wir es dazu machen.

Sucht Euch Glücks-Inseln! Je mehr ihr findet oder schafft, desto besser!

Geniesst also nicht nur Euer Wochenende, sondern Euer ganzes Leben!

Eure Ashanar

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Ein Kommentar zu “Finde Deine Glücks-Inseln

  1. Wirklich schön geschrieben und es stimmt absolut. Dieses „müssen“, das wir immer vor uns her tragen, ist doch nur eine Illusion. Und es macht ja meistens auch gar keinen Spaß, etwas zu „müssen“. Man darf sich ruhig auch mal etwas gönnen und das tun, worauf man Lust hat 🙂

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