Hell oder dunkel? Alles Ansichtssache?

 
Ihr Lieben,

schaut Euch einmal die Augen bei den beiden Bildern an. Die Augen oben sehen viel dunkler aus, die Augen unten dagegen hell. Oben ist der Hintergrund hell, unten dunkel. Und doch handelt es sich um ein und das selbe Bild, nur ist es oben gerade im Entstehen, während es unten fertig ist.

Es ist interessant, dass ein heller Hintergrund etwas Dunkles noch dunkler erscheinen lässt und ein dunkler plötzlich Farben heller erscheinen lässt. 

So passiert es auch oft im Leben: wenn es hell und sonnig ist im Leben, erscheinen uns kleine dunkle Flecken plötzlich als grosser Makel, als schwerwiegende Probleme und Sorgen. Wenn das Leben aber an sich schwierig, problematisch und sorgenvoll ist, wirkt etwas Gutes besonders wertvoll und glückbringend. Obwohl es also vielleicht genau die gleiche Situation ist, beeinflusst unsere Wahrnehmung und unsere Sicht der Dinge, ob genau das Gleiche für uns gut oder schlecht erscheint.

Für jemand, der gesund ist, kann schon eine Erkältung eine mittelschwere Krise auslösen, weil er Termine absagen muss, weil er zum Arzt muss, weil er nicht zum Sport kann, weil er nachts nicht schlafen kann oder weil er sich einfach schlecht fühlt. Für jemand anderen, der an einer chronischen, schwerwiegenden Erkrankung leidet, wäre „nur“ eine Erkältung zu haben ein Segen, ein grosses Glück und wahrhaft ein Klacks!

Ihr seht also, dass ein und die selbe Sache, je nach Ausgangslage, eine völlig andere Bedeutung haben kann.

Wir entscheiden jeden Tag, ob etwas eine grössere Katastrophe für uns ist und wir uns grün ärgern oder ob wir damit gelassener umgehen könnten, einfach weil wir eigentlich aus einer Mücke einen Elefanten machen. Wir sehen immer nur uns selbst, statt einmal darüber nachzudenken, dass wir nur deshalb so unzufrieden sind, weil wir gar nicht mehr schätzen, wie gut es uns in Wahrheit geht. Eine rote Ampel und ein paar Minuten Verspätung oder Ärger über Nichtigkeiten wie geöffnete Klodeckel oder Zahnpastatuben – all das ist es nicht wert, dass wir uns darüber aufregen. Für andere Menschen wären dies Sorgen, die sie gerne mit uns tauschen würden, weil ihre eigenen so schwerwiegend sind, dass es ihnen tatsächlich richtig schlecht geht, und nicht nur ein bisschen, so wie im Beispiel mit der Erkältung.

Nehmen wir uns doch ein kleines Stückchen weniger wichtig und öffnen die Augen für die Sorgen und Nöte anderer Menschen. Aber nicht nur, um dann erleichtert festzustellen, dass es uns ja wirklich noch gut geht im Vergleich mit ihnen, sondern, um unsere Menschlichkeit wieder zu entdecken. Wir können etwas Gutes tun, statt über unser klitzekleines Elend zu jammern. Dann lösen sich unsere eigenen Sorgen in Schall und Rauch auf, wenn wir einem anderen helfend die Hand reichen können.

Es liegt auch an uns, ob wir die Welt nicht nur selbst hell oder dunkel sehen, sondern, ob wir sie zu einem freundlicheren, besseren Ort machen oder nicht.

Eure Ashanar

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