Warum wir wirklich Urlaub brauchen

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Ihr Lieben,

wenn Ihr meine heutigen Zeilen lest, befinde ich mich am Ufer des Roten Meeres, vor mir und über mir nur das Blau des Himmels und das Blau des Meeres, dazu das rollende, beruhigende, immer gleiche Geräusch der Wellen. 

Der Blick in die Ferne, in die Weite und Tiefe tut so gut. Wir sehen viel mehr als in den engen Räumen unserer Häuser und Büros. Weite ist natürlich, in der Weite fühlt man sich selbst zwar kleiner, aber auch viel mehr als Teil eines grossen Ganzen.  Wie oft habt Ihr Euch schon als Teil der Welt betrachtet, Euch als Erdlinge gefühlt? Vermutlich nur selten. Das liegt nur am eingeschränkten Blick. Könntet Ihr die Erde aus dem Weltraum erleben, dann würdet Ihr sie als Euer Zuhause empfinden, und zwar jeden Teil von ihr, jeden Kontinent, jedes Meer, jede noch so kleine Insel. 

Jetzt gerade schreibe ich diese Zeilen, aber sonst tue ich nichts. Ich schaue, ich atme, ich fühle den Wind, ich höre die Vögel. Aber sonst muss ich nichts tun. Das ist der Unterschied zwischen Urlaub und keinen Urlaub haben. Im Urlaub können wir tun, was WIR wollen, haben wir nicht frei, müssen wir tun, was in unserem Arbeitsvertrag steht oder uns andere Verpflichtungen aufbürden.

Wir brauchen Urlaub, um zu sehen, wie es sich anfühlt, nichts tun zu müssen, sondern nur das zu tun, was wir wirklich wollen. Wir können bis Mittags schlafen oder bis in die Morgenstunden feiern. Wir können reisen oder zuhause bleiben. Wir können tun, was wir schon immer tun wollten, aber nie Zeit hatten. 

Durch Abstand, durch die Weite, kann man die Zusammenhänge besser erkennen. Man kann erkennen, was wichtig oder unwichtig ist. Man kann über Grenzen hinausschauen. 

Im Nichtstun kann man die Erfahrung machen, was man wirklich, ganz doll und von Herzen gern tun würde. Ich glaube nämlich, dass niemand das ganze Leben lang nur Urlaub machen würde, selbst wenn er das könnte. 

Wir würden uns dann eine Beschäftigung suchen, die uns wirklich Freude macht und die wir lieben!

Wie viele Menschen tun wohl, was ihnen Freude macht? Und wie viele das, was sie tun müssen, aber eigentlich gar nicht wollen?

Ich glaube, wir brauchen deshalb Urlaub, weil wir dann erst wieder den Wert unserer Arbeit erfassen können. Ob wir uns auf den ersten Arbeitstag nach dem Urlaub freuen können, sagt eine Menge darüber aus, ob wir die Arbeit tun, die wir lieben.

Eure Ashanar

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