Gedanken über das Sein

Ihr Lieben,
vorhin habe ich einfach nur die Wolken beobachtet, wie sie vorbeizogen. Dann die Dämmerung hereinbrechen zu sehen…was für ein wunderschönes samtiges Tiefblau! Regentropfen auf der Scheibe, in denen sich Lichter spiegeln.
Heute morgen Vogelgezwitscher in den Bäumen. Und jetzt ist es still.
Ich höre nur meinen Atem.
Kann ich die Zeit anhalten?
Kann ich mir selbst kostbare Momente erschaffen, in denen ich einfach nur fühle, wie meine Seele meinen Körper ausfüllt, wie mein Körper sich in diesem Leben bildet, verändert, vergeht. Ich bin gerade jetzt einfach nur da. Ich atme und ausser dem Ticken der Uhr nichts als Stille.
Wer bestimmt mein Leben, meinen Takt? Die Uhr ist es nicht.
Die Nacht senkt sich herab. Wieder eine Nacht, die einem geschenkten Tag folgt. Ich habe ihn erhalten, um ihn mit meinem Sein zu erfüllen.
Ich fülle ihn mit Gefühlen, mit Gedanken und einer Aneinanderreihung von Handlungen, die sich wie Perlen an einem Band aneinander schmiegen.
Wie viele von diesen Perlen schaue ich bewundernd an, staunend und mit Dankbarkeit?
Nichts, wirklich gar nichts ist selbstverständlich. Nicht mein Atmen, nicht meine Augen, die den Himmel anschauen, nicht meine Ohren, die den Vögeln lauschen, nicht meine Schritte, nicht meine Hände, die greifen, halten, geben, nehmen und spüren.
Ich halte inne und werde mir dieses Geschenkes bewusst, das mir jeden Tag aufs Neue gegeben ist. Ich erhalte es ohne etwas dafür tun zu müssen.
Wie dankbar bin ich dafür? Und wie äußert sich meine Dankbarkeit?
Sehe ich die Schönheit und empfinde ich die Liebe, die mich und Dich und alles durchdringt?
Dieser Atem, der unendlich größer ist als meiner und der mich atmen lässt! Er gibt mir die Geborgenheit aus der ich komme und zu der ich zurückkehre in jedem dieser Momente, in denen ich wirklich gewahr bin.

Eure Ashanar

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Danke

Hallo Ihr Lieben,
heute bin ich einfach nur dankbar!
Nicht nur, weil die Sonne von einem blanken tiefblauen Himmel scheint und weil ich ihre Strahlen auf meiner Haut fühle.
Nicht nur wegen der gelben Schmetterlinge, die mir jeden Tag begegnen.
Nicht nur, weil ich alles habe, was ich jetzt gerade brauche.
Nein – ich bin zutiefst dankbar für das Geschenk meines Lebens. Dass ich hier bin, dass ich lieben, weinen, lachen kann.
Ich bin so unendlich dankbar für die Liebe Gottes, die in mir ist!

DANKE

Es sollte kein Tag im Leben vergehen, an dem ich nicht dankbar bin. Selbst für die Dinge, die nicht gut gehen, die mich traurig, wütend oder unglücklich machen, bin ich dankbar, denn durch sie kann ich viel lernen und begreifen. Jede Situation hat immer ein Geschenk, etwas, das ich daraus mitnehme, das mich bereichert, das mich wachsen lässt. Dafür bin ich dankbar!

Alles, was ich bin und was ich habe, ist nicht selbstverständlich, sondern ist eine göttliche Gabe. Mein Körper, meine Gesundheit, mein Geist, meine Sprache, alle meine Fähigkeiten sind Leihgaben, die mir solange verliehen wurden, so lange ich auf dieser Erde bin. Ich bin so dankbar dafür!

Ich bin so beschenkt mit meinen Erfahrungen und mit den Menschen, die in meinem Leben waren und sind und die mir noch begegnen werden! Es ist unendlich wichtig, auch für die Menschen dankbar zu sein, die uns nicht gut tun, die uns verletzen, die uns kleinmachen. Sie sind es, die uns wirklich reifen lassen. Sie helfen uns, zu erkennen, dass wir heilen können, dass kein Schmerz so tief wäre, dass wir ihn nicht überleben könnten. Gott ist auch in ihnen, seine Liebe ist auch in ihrem Herzen.

DANKE

Ich bin dankbar für meine Zweifel, für meine Sorgen, für meine schlechten Gewohnheiten, für meine Neugier und meine Ideen. Jede Phase meines Lebens war wichtig und hat mich zu einer weiteren Stufe geführt, auf der ich noch mehr gefordert, aber auch gefördert werde. Ich bin so dankbar für mein Vertrauen, meinen tiefen Glauben an das Gute und die Hoffnung, die ich nie verliere. Alles, was in meinem Leben ist, ist wertvoll und wichtig.

DANKE

Ich bin dankbar, dass ich dankbar sein kann. Auch das ist ein wahres Geschenk! Nicht jeder Mensch schafft es, für Dinge dankbar zu sein, die er zutiefst ablehnt. Nicht jeder findet etwas, was ihm viel bedeutet und das ihn dankbar sein lässt. Doch ich glaube, es ist wirklich von großem Wert, sich dessen immer wieder ganz bewusst zu werden.

Dankbarkeit ist der Schlüssel zum Glück!

Eure Ashanar