Ja zum Nein – oder warum Ärger gut ist

Hallo,
heute wurde ich wieder mit einer Situation konfrontiert, in der ich schnell entscheiden musste, ob ich etwas will oder nicht will.
Früher hatte ich oft Schwierigkeiten, etwas abzulehnen oder schnell genug zu fühlen, was ich selbst überhaupt möchte und habe dann zugestimmt, obwohl ich es später bereut habe.
Das passiert mir auch heute noch manchmal, dass ich aus Rücksicht auf andere meine eigenen Bedürfnisse hinten anstelle.
Ein gutes Indiz, dass das geschieht, ist Ärger!
Eigentlich wollen wir dieses Gefühl ja möglichst nicht haben, da es ein „schlechtes“ oder negatives Gefühl ist.
Aber wenn es dann mal da ist, ermöglicht es uns eine schnelle Reaktion. Ärger kommt ja nicht langsam, sondern immer mit Wucht und macht uns damit auf etwas aufmerksam, das wir nicht wollen.

Genau das ist die Funktion des Ärgers:
Unsere ungeteilte Aufmerksamkeit zu wecken!
Etwas fühlt sich nicht gut an.Dann habe ich die Möglichkeit, zu etwas einfach Nein zu sagen.

Ein NEIN zu jemand anderem ist immer ein JA zu mir selbst!

Die Situation heute hat mir gezeigt, dass ich, auch wenn es nicht immer klappt, auch einmal nein sagen kann, wenn sich etwas nicht richtig für mich anfühlt. Und ich muss mich nicht rechtfertigen. Ich kann einfach sagen: „Nein, ich möchte das nicht“.

Oft sagt man dann doch ja, weil man den anderen nicht vor den Kopf stoßen will, aber spätestens, wenn der Ärger ins Spiel kommt, kann man erkennen, dass das nicht das Richtige ist.

Wenn Du also merkst, dass Du oft ja sagst, wenn Du eigentlich nein sagen möchtest oder wenn Du Dich von anderen überrumpelt fühlst, weil Du so schnell gar nicht weißt, was Du willst, kannst Du es immer so machen:

1. Antworte mit: „Das muss ich mir erst überlegen“

2. Sage nein, wenn Du es nicht willst

Es ist besser, öfter nein zu sagen, denn ein späteres Ja wird eher akzeptiert als wenn Du erst ja sagst und dann später Ausreden finden musst.

Ganz wichtig: Tue nur, was DU wirklich willst!

Es hat keiner etwas davon, wenn Du halbherzig eine Verabredung triffst oder etwas zusagst, was Dir zuwider ist. Dann wird das nämlich nichts! Die Verabredung wird keinen Spaß machen und das, was Du zugesagt hast, wird wahrscheinlich nicht gut werden – und Dein Gegenüber wird Deine „Lüge“ durchschauen.

Ich finde, wir sollten einfach mutiger sein, uns weniger nach den Wünschen anderer richten und dafür mehr nach uns selbst.

Mir geht es viel besser damit. Und Dir?

Alles (ist) Liebe
Deine Ashanar

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